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SOHO / GRUNDSTEIN 2006
Infos zum Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm
20.05. - 03.06. täglich ab 15.00

Ausstellung

Andreas Rainer | Bego Santiago | Barbara Larndorfer | Bianca Glos | Caroline de Péna | Clara Sullà | Clemens Hausch | Donald Paddel | Eva Wohlgemuth | Florian Gruber | Ingo Seefeld | Irene Kainz | Isabella Pessl | Julia Hiemer | Ladislav Suster | Laura Gaetano | Lina Vargas de la Hoz | Margit Thieme | Nikolaus Hartmann Philipp Latzer | Renate Kordon | Roman Paseka | Rudi Hübl | Stefan Richter | Thomas Lorenz | Valentin Ruhry

 

Ausstellungsprogramm

Vorderhaus - Straßenseitiges Atelier

Do it Yourself and Take Away
Geöffnet 20., 25., 26., 27., 28.05; 01., 02., 03.06.
Interaktive In-Progress-Bilder (Julia Hiemer, Tibi Zwiebolitsch)

Vorderhaus - 1. Stock

"sie spinnt"
Geöffnet 20., 21., 26., 27., 28.05; 01., 02., 03.06.
"sie spinnt" ist ein multifunktionelles Projekt - weiblich eben - und vereint Performance (life-spinnen) mit Lesung (Märchen, in denen die Tätigkeit des Spinnes vorkommt), Ausstellung (weibliche Stoffbilder von Isabella Pessl) mit Workshop (Frau Bock, eine 80 jährige Waldviertlerin gibt ihr Spinnwissen weiter) und ist auf jeden Fall prozessorientiert (der im Zuge der 2 Wochen gesponnene Faden wird am letzten Abend über ein vorbereitetes Pappmaschee-Schaf gewickelt) und ist trotzdem vollkommen umsonst (Wollschaf am Anfang - Wollschaf am Ende). Spinnworkshop: 25.05. ab 18 Uhr, Teilnahme kostenlos, Anmeldung unter sie_spinnt@gmx.at.

Hof

Plakathaut Tipi (Rudi Hübl)

Skulpturen (Ingo Seefeld)

Fabrikhalle - 1. Stock

space.matters
20.05.-03.06. täglich ab 15.00
Interaktive Installationen, konzipiert und umgesetzt von StudentInnen der TU Wien. Die BesucherInnen werden mit Videokameras beobachtet und ihre Reaktionen sind (un)mittelbar für die räumliche und zeitliche (Re)konfiguration der Werke mitverantwortlich. Als eine Art Raumforschung verstanden, die erst in der Interaktion mit ihren BenutzerInnen zustande kommt, werden die Ausstellung und ihre Besucher Teil des kreativen Gestaltungsprozesses.

Carolina de Péna
Die junge mexikanische Künstlerin zeigt in ihrer Ausstellung (Fotografie, Malerei) die Biographie eines Menschen als Landkarte - eine Reise durch Mexiko, San Diego und Barcelona. Das Projekt der Künstlerin Carolina de Péna zeigt eine Serie von auf ID Fotos von MigrantInnen basierenden Bildern. Die Werke beinhalten die Idee eines Reisetagebuches, eines Reisetagebuches als Plan, sowie die jeweiligen Biographien. Die Stadt wird als ständige Referenz miteinbezogen.

Lina Vargas de la Hoz
Die junge kolumbianische Künstlerin Lina Vargas De La Hoz beschäftigt sich mit der Alltäglichkeit von Materialien und Realität und mit der experimentellen Untersuchung von Raum und Materialien. Ihre Installationen, Skulpturen und Performances stellen unerwartete Wahrnehmungen des Sichtbaren und Gewohnten dar und verwandeln die alltäglichen Beziehungen in ein künstlerisches Sein.

Laura Gaetano & Clara Sullà
Die italienische Künstlerin Laura Gaetano studiert zur Zeit an der Angewandten in Wien Transmediale Kunst und beschäftigt sich vorwiegend mit Installationen und Fotografie. Zusammen mit Clara Sullà, einer spanischen Künstlerin, wird das Konzept der Pinata vorgestellt. Aus Skulpturen, die aus der mexikanischen Kultur übernommen wurden entsteht ein Kunstwerk, eine Installation, ein Spiel. Das Publikum muss dieses Kunstwerk kaputt machen, um andere, kleinere Kunstwerke zu offenbaren.

Projekt Urheberinnen
Das Projekt Urheberinnen in Soho gräbt nach den Wurzeln weiblicher Identität. Die bekannte altsteinzeitliche Frauenstattuette "Tanzende Fanny vom Galgenberg bei Stratzing/Krems", die vor knapp 20 Jahren von der Archäologin Dr. Neugebauer: Maresch im Zug von Grabungen geborgen wurde, stellt weltweit die älteste weibliche Steinskulptur dar! Von Ihr spannt das Projekt den Bogen zu aktuellen künstlerischen Darstellungen von Frauen und lädt Sie ein, an diesem Projekt ONLINE und ON SITE AKTIV dabei zu sein. Eine umfassende - im Aufbau befindliche WEBSITE dient als Plattform für Bild- und Textbeiträge, Meinungen, Gedanken und Assoziationen. Was fasziniert an Fanny und Venus, welche weiblichen Rollenmodelle tragen wir mit uns im Kopf herum und was kann das bedeuten?? Sie haben die Möglichkeit sich zu informieren und aktiv bei unserer HELDINNENBEFRAGUNG teilzunehmen.Anlässlich der ONSITE-Installation im RAGNARHOF, Grundsteingasse 12, 1 Stock erwartet Sie täglich zu Öffnungszeiten ein multimediales Programm, das ein Videointerview mit der Ausgräberin, eine Tanzperformance, und künstlerische Beiträge von Renate Kordon und Eva Wohlgemuth umfasst.Entdecken Sie hier unsere Website URHEBERINNEN, die übrigens während SOHO in Ottakring LIVE mit IHREN Beiträgen weiterausgebaut wird.

Valentin Ruhry
"Wechselstrom ist eine der wichtigsten Stromarten - gleich nach Gleichstrom." Valentin Ruhry erforscht in seiner Arbeit Medienschnittstellen. Er unterscheidet dabei nicht zwischen den Medien sondern mischt oder transferiert verschiedene mediale Formen. Besonders der Gebrauch von Low-Fi Elektronik, wie etwa in "VW Transporter" oder der "pulsierenden Lichtzeile", spielt auf den Begriff der "Steckdosenkunst" an, der im Kunstjargon als kritischer Kommentar für Werke medialer Künstler verwendet wird, deren Arbeiten nur mit ausreichender Elektrifizierung funktionieren. Die Elektrizität ist für den Künstler zwar eine wichtige Komponente, jedoch spielt der ästhetische Faktor dabei ein viel höhere Rolle als der Funktionale.

Stefan Richter
Seine Photographien beschäftigen sich mit Fragen der westlichen Gesellschaft, mit unseren behüteten Strukturen und mit der Kodierung von Bildern und deren Einfluss auf unsere Betrachtungsweise. Eine seltsame undefinierte Situation, welche die gewohnte Harmonie der Wiener Architektur bricht. In dieser Landschaft taucht eine Frau auf und ihr Verhalten verstärkt die Irrealität. Sie scheint im Bild versteckt zu sein, aber sobald der Betrachter sie entdeckt, verändert sie die Situation und Vervollständigt die Szene.

Bianca Glos
Photographie schwarz/weiß auf Leinwand

Veranstaltungsprogramm

Konzerte

Mora-Fur-Kulisch
20.05. 21.00
Live-Konzert: International Pop Performance Trio

RADIKAL DUB KOLEKTIV (Zagreb)
20.05. 22.00
Der Kern der Band bestand aus 3 Musikern deren musikalische Wurzeln ähnlich waren und die schon früher zusammen gespielt haben (Radikalna promjena, Abrakha-dub-r, Nula). Sie begannen mit der Musik zu experimentieren und verschiedene Einflüsse in eine große melodische Mischung zu kombinieren, und der gemeinsame Nenner war dub-reggae. Es entstand ein Kollektiv aus Vax (Synthesizers, Kinderharmonika, Stimme), Korx (Saxophon), Bole (Saxophon), Jadranko (Gitarre, Toningenieur, Produktion), Vrx (Bass), Sheki (Sampler), Jebiga (Schlagzeug) und Mirda (Toningenieur, Effekte).
Mittlerweile organisiert der aktivere Teil der Band auch Konzerte (PUNK REGGAE FIESTA), Dub Partys (DUB CAFÉ, REGGAENERATOR) und Trance Partys (TRIBALIZER) und trägt so sowohl der Verbreitung der punk-reggae-dub-trance Kultur als auch der guten Musik, positiven Vibes und des ganzen Hippie-shit-universal-love-Pakets bei.
http://www.radikaldubkolektiv.net/

BOOM BOOM Kid (Buenos aires, argentina)
21.05. 21.00
http://www.bbkidz.tk/

Magic Salsa Trio
24.05. 21.00
Jim Magic Salsa , Madame Tsunami und Tom Martin

Dit la chatte
24.05. 22.00
Steve Vukics - Gitarre, Franziska Abgottsponn - Stimme, Mona Hollerweger - Stimme, Franz Brendinger - Stimme, Lobo - Bass, Ron Pallan - Trompete und Ziehharmonika, Manfred - Schlagwerk

Thalija
25.05. 21.00
Thalija wurde unter keinem Namen etwa zwischen 2001 und 2002 als Idee gegründet, sich den Gesetzen des Pop nicht ganz zu beugen und die Konzepte des Freejazz und der Improvisation mit der musikalischen Vergangenheit des einzelnen, die durchwegs aus dem Postrock und Postpunk genährt wurde, zu verweben. Die klassische Rockformation aus Schlagzeug, Gitarre und Bass bildete die Basis, das Verweigern von Songwriting, die Intensität des Klangteppichs, das endlose Loopen einzelner Elemente bildeten das Konzept, ebenso wie das Zuführen anderer befreundeter Musiker in den Kreis der Namenlosen, die sich einem Zirkel gleich im Kreise zum Vollzug des endlosen Rockens begaben. Aus dreien wurden in den vergangenen Jahren sechzehn Mitglieder. Aus den Namenlosen ein Kollektiv. Aus der Idee wurde Thalija. Ein Impro-Kollektiv.

Josh Fur
26.05. 21.00
"I Can't Stop Repeating Myself - Who Cares I'm an Artist"

Pietà
27.05. 20.00
Eine Collage aus werken von Bach, Everhartz, Banlaky, mit sieben Instrumentalisten ( vier streicher, Oboe, Kontrabass, Cembalo) und zwei SängerInnen.

Kardon Guajira (Kolumbien)
30.05. 20.00
Die Gruppe, die sich Angang der 90er Jahre unter der Leitung von Javier Polo formiert hat, gehört zu den besten kolumbianischen Vallenato Gruppen. Vallenato ist der Name eines Musikstils von der karibischen Küste Kolumbiens - tanzbare Balladen, vorgetragen mit dem Akkordeon, das im 19. Jahrhundert aus Deutschland auf verschiedenen Wegen nach Kolumbien kam. Kardón Guajiro unter der Leitung von Javier Polo besteht aus der klassischen Quartett-Besetzung - Gesang, Akkordeon, Percussion und Gitarre.

Xero no Congote (Brasilien)
30.05. 21.00
Die fünf jungen Musiker entschieden sich 2000, eine gemeinsame Band zu gründen, um sich ausschließlich ihrer aus dem Nordosten Brasiliens stammenden Musik zu widmen. Maracatú, Ciranda, Cõco und Frevo bilden die Basis ihres Repertoires, gewürzt mit den starken und kennzeichnenden Rhythmen des "forró pé-de-serra", der Spezialität dieser Band. Ihr neuestes Projekt "Música Nordestina Para do Mundo" ist nicht nur der Musik aus dem Nordosten gewidmet, sondern setzt sich auch mit der Kultur dieser Region, mit den Traditionen und Gewohnheiten auseinander.

Carouge
01.06. 20.00
Downbeat mit weiblich-stimmlichen Sexappeal

Leeps Akam
02.06. 21.30
"Leeps Akam" ist ein neues Projekt, das sich aus Musikern mit Geschichte zusammensetzt: Rainer Spangl und Johannes Weinberger sind unter anderem ehemalige Mitglieder der Vokalgruppe "Bauchklang", Benjamin Tomasi, Alexander Diesenreiter und Heimo Prünster sind im Improvisations-Orchester "Thalija" aktiv.
Dieser Gruppe geht es nicht um Pop- oder Rockmusik um ihrer selbst willen, sondern um eine Erweiterung dieser Begriffe: ein möglichst unmittelbares Erspüren und Verwandeln wesentlicher menschlicher Zustände in Klang - ohne Genregrenzen oder Vermarktungskonzepte.

Theater

Tanzcompanie l´eau
20.05. 19.00
Tanzperformance von Mira Kapfinger und Dorothea Zeyringer
Weißheiten. Stützen, fallen, getragen werden, selbst sein.
Ich brauch dich nicht zum Leben. Ich kann das auch allein.

Performance "Mimamusch - das fliegende Bartheater"
20.5. ab 18.00 Vorschau
24.5. ab 18.00 Eröffnung
26.5. ab 18.00 Mimamusch
27.5. ab 18.00 Mimamusch

Eine prozessorientierte, interaktive und interdisziplinäre Theater-Performance. Durch ein harmonisches Verzahnen von bildender (Deco) und darstellender Kunst (Schauspielerei) wird an einem explizit subkulturellen Ort (Ragnarhof, Grundsteingasse) am Bild des etwas "anderen Theaters" gebaut. Die Performance "Mimamusch - das fliegende Bartheater" geschieht auf und um den Ragnarhof (Grundsteingasse 12) herum. Sie wird an ausgewählten Abenden, sozusagen als Fixinstallation, parallel zum Ragnarhof Programm (Ausstellungen bildender Kunst, Performances, Konzerte), möglichst nah am Publikum ihre musischen Flügel entfalten.
Frei nach dem Motto "Schauspieler verkaufen sich wie Nutten" wird im Ragnarhof an der Vorstellung des neuen zeitgemäßen Theaters gebaut. Zu diesem Zweck wird am 24.5.06 der Ragnarhof (Grundsteingasse 12) in das Bartheater "Mimamusch" verwandelt. Dieses Theater ähnelt mehr einer verruchten Bar der zwanziger Jahre, als einem Theater. Es gibt Live-Musik, Spiel und andere Annehmlichkeiten einer Bar. Auf der Grundsteingasse, außerhalb und innerhalb des Ragnarhofs, befinden sich Schauspieler. Diese versuchen mit allen, der ihnen als Schauspieler zur Verfügung stehenden Mittel, ganz wie Prostituierte, den Leuten kleine Theaterstücke, Monologe und Performances zu verkaufen. Der Preis wird jedes Mal neu ausgehandelt und geht zu 100% an die Schauspieler. Die Stücke werden in kleinen, eigens dafür vorgesehenen Separées dargeboten.

Gruppe Psycho 20
24.5. ab 18.00 Eröffnung
Kino: Rainer Rupp, Ann-Birgit Höller und Edwin Hirschmann Zeigen "Ritter Johann des Todes" (Animationsfilm ab 18 Jahren).

Puppenspiel für Erwachsene. "Ridiculis spectaculum's Human Zoo"
25.05. 20.00
Chroniken für Schweinebacken auf dem Weg in das Nirvana.
Michel-Ange Lopez ist aus dem Wiener Urania Puppentheater ausgebrochen. Als Geisel hat er seinen Zellenmitbewohner Goldmund (Puppenspieler) mitgenommen. Die Journalisten Heinz Erdmann und Martin Schwartz (Autoren) wurden auch vermisst. Die Bedingung lautet: Wenn Ihnen irgendetwas an Unterhaltung liegt, kommen Sie uns im Rahmen von Soho in Ottakring im Ragnarhof besuchen.

Lesung

Literatur: Hanno Millesi, Johannes Weinberger
02.06. 19.30
Hanno Millesi lebt als freier Schriftsteller in Wien und hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Erzählungen und Romane erhalten. Er fesselt in seinem jüngsten Roman Mythenmacher (°Luftschacht) mit einem ironischen Blick auf die Abgründe eines hochintellektualisierten Menschen, gezwängt in die Vorbereitung einer kriminellen Tat, einer kaltblütigen Exekution, die als befreiender Akt der Selbstverteidigung gelesen werden kann.
Johannes Weinberger, Freischaffender Autor (Prosa, Songtext, Hörspiel) und Sänger (Bauchklang; Elektrochansonprojet "Voyeur", leeps akam). Hinter dem Sichtbaren/ Der Sturz (°Luftschacht) ist sein aktuelles, wahrscheinlich radikalstes Buch.