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constanze catharina czutta
mea culpa?

24. - 30.11.2007

Porträts zwischen Schuld, Sühne und Erkenntnis. Malerei und Zeichnung.

Vernissage: Samstag, 24. November 2007, ab 18 Uhr

Literarische Eröffnung mit Lyrik von Armin Weinrath ab 19.30 Uhr
Anschließend Barbetrieb mit Rock & Metal

Finissage: Freitag, 30. November 2007, ab 19 Uhr

Öffnungszeiten während der Ausstellung: täglich von 17-22 Uhr

Link: http://www.lukrezia.org/page1.php?view=thumbnailList&category=1

Constanze Catharina Czutta zeigt vom 24. – 30. November 2007 in ihrer ersten Einzelausstellung im Ragnarhof Porträts als Spiegel menschlicher Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen. Starke Gefühlsregungen, unangenehme Situationen, Verzweiflung, Hemmungen, verborgene Sehnsüchte und vor allem die persönliche Erkenntnis stehen im Mittelpunkt der Arbeiten der jungen, bislang unbekannten Malerin Constanze Catharina Czutta.

Der Kampf mit seinem Inneren, der Umgang mit Emotionen und die Intoleranz gegenüber den eigenen Schwächen sind für Czutta die häufigsten Gründe für die Zerstörung der Persönlichkeit, Vernichtung von Kreativität, Unabhängigkeit und Freiheit. Die gedankenlose Zustimmung zu negativen Einflüssen, die aus Bildung, familiärem Umfeld, Medien und Religion resultieren, ist ein weiteres Themengebiet, mit dem Czutta sich auseinandersetzt und es immer wieder reflektiert.

Wo, wenn nicht im menschlichen Antlitz spiegeln sich Emotionen und Reaktionen? Czutta hat sich – auch aus der Not heraus, kein anderes Modell als sich selbst zur Verfügung zu haben – eingehend mit ihrer eigenen Person, mit ihren Befindlichkeiten und Seelenzuständen, mit dem Chaos ihrer Gedanken und Gefühle beschäftigt.
Das Resultat ist eine Reihe von expressiven, überrealistischen Selbstporträts, zumeist Ölmalerei, die ihre Gefühle, aber auch menschliche Tugenden und Laster in unterschiedlichen Variationen wiedergeben. Die Verletzbarkeit – sei sie nun physisch oder psychisch – thematisiert sie in der Serie „Blutnasen“ – die blutige Nase, die man sich holt, wenn man an Grenzen stößt, aneckt oder wenn Gewalt von außen ausgeübt wird. Schuld und Sühne, das Gefangen- und Verstrickt-Sein in gesellschaftlichen Zwängen, der Wunsch nach Freiheit sind weitere Aspekte, die sie mit Hilfe der Malerei zum Ausdruck bringt.

Constanze Catharina Czutta, geboren 1980, die sich auch des Alter ego „Lukrezia“ bedient (nach einer Figur aus der römischen Antike, die Moral und Tugendhaftigkeit für sich beansprucht und sich dabei selbst widerspricht), ist Autodidaktin.

"Selbstauferlegte Verbote, Sünden und moralische Werte, Laster, Ängste, unterdrückte Sehnsüchte; die daraus resultierenden Zwänge faszinieren mich und beschäftigen mich immer wieder. Ich habe begonnen mich mit meinem gefühlsmäßigen Umfeld auseinander zu setzen, hatte aber nicht die Möglichkeit, jedoch das dringende Verlangen, mich auszudrücken. Die Malerei schien mir das geeignete Mittel, da ich Bilder im Kopf hatte, die ich mit den Augen sehen wollte. Ich wollte Emotionen bildlich so darstellen, dass sie berühren können und nachdenklich machen“, sagt Czutta über ihre Arbeiten.

Die Porträtmalerei (der Renaissance in Österreich) war auch während ihres Kunstgeschichtestudiums an der Universität Wien, das sie mit Mag. phil. abgeschlossen hat, ihr Spezialgebiet.

Bisher hat Czutta erst einmal öffentlich ausgestellt – im Juni 2007 in der Arena Wien.
Die Resonanz darauf war jedenfalls so ermutigend, dass sie jetzt einen weiteren Schritt in die Öffentlichkeit wagt.

Die 2004 von Ursula und Ing. Franz Pfeiffer gegründete [galerie]studio38 für moderne Kunst setzt ihre Schwerpunkte in der Organisation und Kuratierung von Ausstellungsprojekten für Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihrem Stil und ihrer technischen Umsetzung auf neue, spezielle Kunstrichtungen und originelle Themen – abseits des gängigen Mainstreams – spezialisiert haben. Seit 2007 werden Kunstprojekte & Einzelausstellungen ausschließlich an externen Standorten durchgeführt.

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